Die Craniosacrale Osteopatie
Die Craniosacrale Osteopathie (auch Cranio Sacrale Therapie oder Kraniosakrale Therapie) ist eine feine, tiefgreifende Körperarbeit die auf alle Ebenen des menschlichen Seins ausgleichend wirken kann. Sie ist ein Teilgebiet der Osteopathie und damit eine alternativmedizinische Behandlungsform. Die Craniosacrale Therapie kann noch einmal in die biomechanische und die biodynamische Form unterteilt werden. In meiner Praxis behandle ich mit der biodynamischen Therapie. Weiter unten erkläre ich diesen Ansatz mit ein paar Worten. Sollten Fragen offen bleiben, so melden Sie sich gerne direkt bei mir.
Das craniosacrale System
Im Begriff “craniosacral” stecken die Worte “Cranium” = Schädel und “Sacrum” = Kreuzbein. Schädel und Kreuzbein sind durch die Hirn- und Rückenmarkshäute verbunden. Sie bilden zusammen mit der Wirbelsäule die craniosacrale Einheit. Laut dem US Amerikaner Dr. W. G. Sutherland bewegt sich diese Einheit ständig, durch das rhythmische Pulsieren der Hirn-Rückenmarksflüssigkeit. Der Puls überträgt sich auf den übrigen Körper, ähnlich wie sich Wellen ausbreiten, nachdem man einen Stein ins Wasser geworfen hat. Diese Bewegung ist der Hauptansatzpunkt für Craniosacral-Therapeuten.
Die Biodynamische Craniosacral-Therapie
Biodynamische Craniosacral-Therapie befasst sich mit den subtilen bzw. energetischen Aspekten des craniosacralen Systems. Hier geht es hauptsächlich um die Wiederanbindung des Körpers an seine eigenen Ressourcen und Selbstheilungskräfte. Die Therapeutin nimmt sich hierbei in der aktiven Arbeit sehr zurück und fungiert mehr als Begleiterin und Unterstützerin, welche durch die sanfte Berührung das Selbstheilungspotential auf allen Ebenen aktivieren und Raum für eine Heilung aus dem Innen heraus ermöglichen kann.
Wie wird behandelt und wie ist die Wirkung der Craniosacralen Osteopathie?
Auf der Suche nach Ursachen für die Beschwerden bei der behandelten Person findet vor der Behandlung eine ausführliche Befund-Erhebung und Untersuchung statt. Manchmal zeigen sich dabei auch emotionale und psychische Einflüsse sowie Traumen. Diese können in den Sitzungen parallel zur körperlichen Behandlung mit bearbeitet werden. Ganz wesentlich bei der Behandlung ist der respektvolle Umgang der Therapeutin mit der behandelten Person: Ich achte Ihren persönlichen Raum und nähere mich Ihnen einfühlsam und vorsichtig.
Während der Behandlung, die ca. eine Stunde dauert, liegt die behandelte Person entspannt auf der Liege. Ich erspüre mit sanften Berührungen verschiedene Stellen des Körpers und erhalte dabei Informationen über Harmonie, Gleichmäßigkeit und Qualität der Bewegung im craniosacralen System (weiter oben als Puls oder Wellen beschrieben). Es wird grundsätzlich nicht gegen, sondern mit den Widerständen der Patienten gearbeitet: Ich lasse Ihnen bzw. Ihrem Körpergewebe die Zeit, die es braucht, um von selbst loslassen zu können. Es wird ein Raum geschaffen, in dem das Nervensystem, das Herz-Gefäß-Kreislaufsystem sowie der Tonus in der Muskulatur entspannen können und damit auch unser Mental- und Emotionalkörper. Schon während der Behandlung stellt sich oft eine tiefe Entspannung ein. Durch die bequeme Lagerung und die entlastenden therapeutischen Griffe können Muskeln ihre Verspannung oftmals loslassen und der Körper kann sich in einer neuen entspannteren Haltung einrichten. Manchmal verstärkt sich für einen Moment ein vorhandener Schmerz oder ein „Loslass-Schmerz“ tritt auf, etwa wie ein Muskelkater. Solche Schmerzen sind Teil des Heilungsprozesses und gehen erfahrungsgemäß schnell vorüber.
Die Behandlung kann eine positive Auswirkung auf das gesamte System sowie den Bewegungsapparat haben und neben der Vergrößerung der Beweglichkeit des Gewebes zur Erhöhung der Vitalität und Aktivierung der Selbstheilungskräfte führen. Langfristig kann die Craniosacrale Therapie Blockaden und Bewegungseinschränkungen lösen, was zu einem besseren Körpergefühl, einer höheren Beweglichkeit und einer erheblichen Schmerzlinderung führen kann.